Pressespiegel

(Quelle: Rhein-Zeitung)

Minibagger erst gemietet, dann verkauft

Weil sie einen Minibagger ausliehen und anschließend verkauften, wurden eine Frau und ein Mann vom Cochemer Amtsgericht wegen gemeinschaftlichen Betrugs zu Haftstrafen zwischen 14 und 22 Monaten verurteilt. Ein dritter Angeklagter wurde freigesprochen, da seine Tatbeteiligung nicht nachgewiesen werden konnte.

Eklat in Bendorf: Einbrecher sticht auf Polizisten ein

Vier Männer fahren von Frankfurt nach Bendorf – mit dem Ziel, Einfamilienhäuser zu plündern. Ein Dutzend Zivilpolizisten sind den Einbrechern auf der Spur – mit dem Ziel, sie festzunehmen. Als die Gruppen aufeinandertreffen, kommt es zu einem Eklat auf offener Straße: Die mutmaßliche Diebesbande geht mit Schlägen, Tritten und Kopfstößen auf die Beamten los. Der Gipfel des Gewaltexzesses: Einer der Männer sticht einem Polizisten mit einem Schraubenzieher in den Bauch.

Geiselnahme in Altenkirchen: Vier Jahre Haft für Afghanen?

Wie ist ein Flüchtling zu bestrafen, der mit einem Messer eine Spielhalle stürmt, dort eine Frau zwei Stunden als Geisel nimmt und von Polizisten die Verlegung in eine neue Asylunterkunft fordert? Seit Anfang April läuft am Landgericht Koblenz der Prozess um die Geiselnahme im „Spiel-In Casino“ am Altenkirchener Bahnhof. Jetzt hat die Staatsanwältin eine vierjährige Jugendstrafe für den Afghanen gefordert.

Trucker tot geprügelt: Pole (23) muss drei Jahre in Haft

Im Juni prügelte ein polnischer Fernfahrer (23) einen Berufskollegen (38) tot. Jetzt hat ihn das Landgericht Koblenz wegen gefährlicher Körperverletzung mit Todesfolge zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt. Die Tragödie ereignete sich am 19. Juni an der Autobahnraststätte Mosel-Ost nahe Dieblich. In der Urteilsbegründung hat der Vorsitzende Richter Ralf Bock resümiert: "Das ist eine milde Strafe. Das Opfer wurde wirklich übel zugerichtet."

Schwester mit Messer angegriffen: Emmelshausener muss neun Jahre ins Gefängnis

Der 56-jährige Emmelshausener, der Anfang des Jahres seine Schwester und deren Ehemann mit einem Messer schwer verletzte, muss für neun Jahre in Haft. Die Richter am Koblenzer Landgericht sehen es als erwiesen an, dass der Mann seine 60-jährige Schwester am späten Abend des 5. Januar im Flur des mütterlichen Hauses töten wollte, lediglich das Einschreiten seines Schwagers, der sich schützend vor seine Frau stellte, habe ihn daran gehindert.

Schläge auf den Kopf: Unternehmer verurteilt

Ein spektakulärer Fall von Selbstjustiz im Westerwald hat im Januar 2015 für Schlagzeilen gesorgt: Ein türkischstämmiger Unternehmer aus dem Kreis wurde in Untersuchungshaft genommen, weil er dringend tatverdächtig war, einen jungen Türken krankenhausreif geprügelt zu haben.

Mann aus dem Raum Altenkirchen: Kriegswaffen in den Irak vermittelt?

Die Anklage liest sich streckenweise wie ein Auszug aus einem Katalog für Kriegszubehör. Kampfflugzeuge, Maschinengewehre, Granaten, Mörser, Scharfschützengewehre, Hubschrauber, Raketenwerfer und reichlich Munition: Die Lieferung all dieser Gegenstände soll ein Mann aus der Verbandsgemeinde Altenkirchen gemeinsam mit einem Komplizen aus dem bayerischen Unterfranken an eine irakische Firma vermittelt haben.

Fünf Einbrüche: Junger Mazedonier muss ins Gefängnis

Schwerer Verlust für eine junge Frau: Ein 26-jähriger Mann bricht in Neuhäusel in die Wohnung ihrer erst kurz zuvor verstorbenen Mutter ein und entwendet den Schmuck der alten Dame. Der materielle Wert wird auf knapp 3000 Euro geschätzt. Viel schwerer wiegt für die Frau der Verlust bedeutungsvoller Erinnerungsstücke, die unwiederbringlich verloren sind. 

Maskierte Polizisten stürmen falsche Wohnung

Ein bewaffnetes Kommando der Koblenzer Polizei hat die Wohnung einer türkischen Familie gestürmt. Sieben maskierte und bewaffnete Polizisten brachen früh morgens zwei Türen auf, rissen die Familie aus dem Bett und bedrohten sie mit Pistolen. Und dann? Dann merkten die Einsatzkräfte, dass sie sich in der Wohnung geirrt haben.

Missbrauch oder Liebe?

Das Amtsgericht Betzdorf hat einen 68-Jährigen für schuldig erklärt, als Therapeut eine Patientin zum Sex gezwungen zu haben. Nun legte der Mann Berufung dagegen ein und plauderte vor dem Koblenzer Landgericht aus seinem bewegten Arbeits- und Liebesleben.